Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

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Jens Heidrich
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Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von Jens Heidrich » 3. Februar 2015, 18:45

Hier mal ein Link zum Thema Zyklen und Lebenserwartung der einzelnen Batterietypen:

http://gelbatt.de/index.php/gelbatt-inf ... -batterien

Lieben Gruß,

Jens
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Schau dir das hier mal an:
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ran-muc
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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von ran-muc » 3. Februar 2015, 22:05

das Ganze ist schon sehr sehr extrem durch die GEL - Brille geschrieben.

Eigentlich sind alle 3 Typen gleichermaßen geeignet.

Es gibt auch AGM Batterien die 1000 bis 1500 Zycklen schaffen. (alles lt. Datenblatt )
Wichtig ist eine max.Entladung bis 50 % (auch die Gel ) und eine Aufladung
mit einem geeigneten LG ( am besten Temperaturüberwacht ).

Bin grad am Planen eine 12 V Anlage zu optimieren . ( tägl. Bedarf 40 AH )
Es ist erschreckend wie einige Kabinen-Hersteller versuchen während der Fahrt den 12 V Kühlschrank und
die Ladung des Kabinenakkus auf die Reihe zu bringen. ( über die 13 pol.Steckdose )

Gruß Rudi

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Jens Heidrich
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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von Jens Heidrich » 3. Februar 2015, 22:11

Das habe ich als eine meiner ersten Amtshandlungen bei Nordstar auch geändert. :)

Die eine Batterie steht ganz vorn im Auto und die andere ganz vorn in der Kabine. Den Strom dann erst durch ein dünnes Kabel bis ans Eine des Fahrzeugs zu schicken, um den Strom danach von ganz hinten in der Kabine nach ganz vorn zu leiten habe ich nie verstanden. Dünne Kabel, kleine Stecker und ein Spannungsabfall der das Laden fast unmöglich macht.

Wir legen jetzt von der Batterie des Fahrzeugs ein 6mm2 Kabel in eine spezielle dreipolige Steckdose vorn links auf der Ladefläche. Von dort gehen wir auf direktem Wege vorn in die Kabine und an die Batterie. Der Kabelweg wurde so um mehr als 50% reduziert und gleichzeitig der Querschnitt mehr als verdoppelt. Das reduziert die Ladezeiten erheblich und funktioniert TOP.

Lieben Gruß,

Jens
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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von ran-muc » 3. Februar 2015, 22:16

Super , Nordstar , besser Jens tut was :D
was mir pers. aber noch zu wenig wäre , ein Booster mit 14,6 / 14,7 V wäre optimal

funtioniert das bei deinem neuen Navara auch ????
ich glaube nicht.
mess mal während der Fahrt die Spannung am Zigarettenanzünder
du wirst erstaunt sein , so bringst du nie eine Zweitbatterie voll.
kannst froh sein wenn die Starterbatterie das mit macht.


Beim DMax schauts anders aus der hat permanent 14,4 V

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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von MarcoPolo » 3. Februar 2015, 23:16

nAbend Jens,
das ist/war leider bei unserer gebrauchten Kabine (noch) nicht der Fall - oder :?
Mit geht beim Fahren doch keine nennenswerte Energie in die Kabine - oder???????????

Wieviel "pulvert" mein "Normaanschluss" über die AHK denn rein?

Ujo
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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von HZJ » 4. Februar 2015, 10:55

Ich fahre seit Sommer 2014 einen neuen Navara KC mit Four Wheel Popup Kabine.
Die Stromversorgung der Kabine erfolgt über zwei 75Ah Yellow Top Akkus, zwei mal 70W verklebte Dünnschicht Solarpaneele auf dem Dach und dem CTEK D250S als Solarlader und Booster.
Ich habe eine 2x10qmm Leitung (mit 50A auf beiden Seiten abgesichert) direkt vom Massepunkt bzw Plus Pol an die Pritschenrückwand verlegt und dort über eine Niederspannungsteckdose aus dem Landwirtschaftsbereich mit dem D250s verbunden. Die Ladestromstärke bei laufendem Motor geht bis rund 20A. Wenn die Bordakkus auf 12V runter sind und ich einen Tag durch die Gegend fahre, sind sie am Abend wieder bei 13,5 bis 14V, unbelastet, auch wenn die Sonne nicht scheint.
Von der eigenartigen Laderegelung des Navara hatte ich auch gelesen, aber bisher keine negativen Auswirkungen verspürt.
Vor dem Umbau auf den D250s hatte ich einen 150W Votronic MPP Laderegler, aber die Solarmodule alleine schafften es bei bedecktem Himmel oder während einiger Regentag nicht, den Energiebedarf zu decken.

Meine Gründe für die Yellow Top:
Gasdicht, keine Entlüftung notwendig;
Kompakt, besser in meinen Grundriss integrierbar;
Hochbelastbar, können nach Überbrückung des D250s auch als Starthilfe genutzt werden, wenn der Starterakku schwächelt;
Robuste, rüttelfeste Konstruktion;
verzeiht gelegentliche stärkere Entladung.

Beim Vorgänger, den HZJ79 hatte ich einen 85Ah Sonnenschein Dryfit Rollstuhlakku im Wohnabteil. Der hat 10 Jahre und einige Tiefentladungen ausgehalten, dazu über 40000km Piste und Corrogations in Australien. Er war über 50A Sicherungen und einen Hochstromschalter direkt parallel mit 2x16qmm zu den beiden 85Ah Starterakkus des Toyota geschaltet. Das war nicht so perfekt, hat aber trotzdem gut funktioniert.

Bernhard
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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von ran-muc » 4. Februar 2015, 11:14

HZJ hat geschrieben: Von der eigenartigen Laderegelung des Navara hatte ich auch gelesen, aber bisher keine negativen Auswirkungen verspürt.
@ Bernhard
du wirst auch keine negativen Auswirkungen verspüren.
du hast das einzig richtige gemacht , mit dem Cteck einen Booster verbaut der die 12,irgendwas V (während der Fahrt)
auf 14,4 V hochpowert.

sag mal , hast du schon mal die Spannung am Cteck Ausgang gemessen ?
lt Datenblatt sind es 14,4 V ( eigentlich zu wenig für AGM (außer deiner Yellow Top ,die sind auch mit 14,4 V und weniger zufrieden ),
was mir von Cteck auf Anfrage auch zähneknirschend bestätigt wurde)

allerdings hat im Buschtaxi Forum jemand mal was von 14,8 V geschrieben , was dann wieder o.k. wäre.

noch was :
das Cteck ist ein Kombigerät für LiMa und Solar
wird eigentlich bei laufenden Motor und Solarertrag der Energieertrag adiert , ich glaube mal nicht


Gruß Rudi

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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von HZJ » 4. Februar 2015, 12:12

Hi Rudi,
Exakte Messwerte habe ich nicht. Wie immer, musste der Umbau vom Votronic Solarlader auf den CTEK Booster/Lader ganz schnell gehen. Daher habe ich den Batterie Computer erst mal abgeklemmt und stillgelegt, der war im Weg. Ich überlege auch, ob ich ihn nicht ganz rauswerfe, denn eigentlich reicht mir die Spannungsangabe aus, um grob abschätzen zu können, wie gross Energiereserve noch ist.

Als fest eingebaute Spannungskontrolle habe ich im Moment nur die Leuchtdiodenkette vom Votronic Info Panel. Das schätzt aber erstaunlich genau, sagt mein Multimeter. Die Ladespannung ist danach mit dem CTEK nicht über 14,5V hinaus gegangen, während sie mit dem MPP Lader bis 15V anzeigte. Die Optima Akkus sind für Ladespannungen von 13,8 bis 15V ausgelegt, die Werte passen daher.

Die Ladestromstärke ich habe nach dem Umbau mit einem separaten A-Meter kontrolliert. Die Stromstärke messen konnte ich nur im Stand bei wechselnden Drehzahlen, da meine Frau nicht zu überreden war, während einer Testfahrt hinten in der Kabine am aufgeklappten Batteriekasten zu hocken, die Werte abzulesen und in eine Tabelle zu übertragen. Die Messwerte gingen bis 20A, abgesichert habe ich das Ladekabel daher mit 25A.

Der CTEK trennt die Solarmodule ab, wenn die Lima läuft. Das hatte ich vorher nicht gewusst und das begeistert mich auch nicht, aber lässt sich nicht ändern. Ich weiß auch nicht, ob andere Booster/Solarlader das besser können.

Bei Akkus mit 14,8V Ladeschlussspannung wäre der Kunde des D250S der Dumme, muss man ganz klar sagen!

Bernhard
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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von Trotamundo » 4. Februar 2015, 12:43

Ich habe auch lange mit dem Problem der "kastrierten" Lichtmaschine des Navara gekämpft. Diese liefert nach dem Motorstart nur für einige Minuten 14,2 V Ladespannung, danach fällt die Spannung auf ca. 11,8 V ab. Nur im Schiebebetrieb, also bergab oder wenn Gas weggenommen wird, steigt die Bordspannung wieder auf 14,2 V. Wird das Licht oder die Heckscheibenheizung eingeschaltet, liegen 12,8 V an, bei Schweibenwischerbetrieb 13,5 V. Ganz eigenartig.

Mit einer 80W Solarzelle auf der Kabine konnte ich meinen Stromverbrauch natürlich nicht decken. Ich habe halt viel Laptop-Betrieb in der Kabine. Habe dann zwei Optima Blue TOP Batterien mit je 75 Ah und das CTEK D 250S Dual Ladegerät eingebaut. Das CTEK nutzt immer nur eine (die bessere) von zwei Spannungsquellen (Lichtmaschine oder Solar) und gibt auf der Ausgangsseite 20 A und eine geregelte IUOU Ladekennlinie ab.. Zum Einschalten muss die Eingangsspannung für mehrere Sekunden über 13,1 V liegen, wenn die Spannung für mehrere Sekunden unter 12,8 V fällt, so schaltet es sich aus. Das CTEK würde bei der "normalen" Ladeespannung des Navara von 11,8 V zwar nicht taugen, nur der Fahrbetrieb mit Licht, Scheibenwischer oder Heckscheibenheizung liefert genügend Ladespannung. Damit komme ich jetzt zurecht.

Eine Alternative wäre nach meiner laienhaften Meinung der Einbau des Votronic VCC 1212-25 IU Ladewandlers (Boosters) gewesen. Davon hat mir jedoch meine (freie) Werkstatt abgeraten bzw. sie hat sich geweigert, diesen zu verbauen, da der Inhaber von dem Konzept nicht überzeugt war.

Wie kommen andere Navara-Fahrer mit der niedrigen Ladespannung der "kastrierten" Lichtmaschine zurecht oder welche Lösungen wurden gewählt?

Schöne Grüße,
Hartmut

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Re: Welche Batterien? Gel / AGM / Säure?

Beitrag von HZJ » 4. Februar 2015, 13:01

Danke für die Info.
11,8V ist unterhalb der Nennspannung des Starterakkus, die spinnen ja!
Hat die Lima das gleiche Verhalten, wenn das CTEK auf Laden mit Bordstrom geschaltet hat?

Abhilfe:
Die Heckscheibenheizung kann ich nicht mehr einschalten, weil mein Heckschiebefenster keine Heizdrähte hat.
Zumindest auf Autobahnen schalte ich immer Licht an, da reicht die Lima Spannung dann ja.
Vielleicht sollte ich dem Kompressorkühlschrank noch eine Umschaltrelais spendieren, damit der bei laufendem Motor direkt am Starterakku saugt, statt an den Wohnkabinenakkus.

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